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Montag, 17. August 2009 - Autor: Mag. Josef Stocker BUSINESS SUCCESS

Business Success Newsletter "Stress & Burnout"

 

Stress & Burnout
 
Wenn man Berichten in Zeitungen und Journalen glaubt, dann scheint es, als wären Stress und Burnout die Krankheiten, die mit Arbeit einher gehen. Schlägt man die Begriffe im Duden (Allgemeines Deutsches Wörterbuch) nach, dann findet man dort eine der Definitionen von „Arbeit“, nämlich: „eine Tätigkeit, die mit Mühsal verrichtet wird“. Das macht klar, warum jemand krank wird. Arbeit macht krank, so scheint es. Der Schluss liegt nahe: keine Arbeit - kein Stress!
 
Verursacht Arbeit tatsächlich Stress und Krankheit?
 
„Manche Dinge erledigen sich von allein.“ - Wie oft hören wir diesen Spruch. Aber interessanterweise meint ihn niemand wirklich ernst, meist wird dieser Satz mit einem verschmitzten Lächeln ausgesprochen.
 
Es ist nämlich nicht wirklich in der grundlegenden Natur des Menschen, Dinge unerledigt, andere auf Antwort warten zu lassen oder vom Zufall abhängig zu sein. Wie schnell plagt einen das schlechte Gewissen, wenn man etwas erledigen hätte sollen, man hat es aber nicht getan, nicht wahr?
 
Wenn allerdings zu viele Dinge unerledigt bleiben und sich alles anhäuft, dann kann sich diese Einstellung schon einmal einschleichen. Dennoch: bis einen alles überhäuft und so weit kommt, das dauert! Und dann ist dieser Spruch im besten Fall eine Ausrede, Dinge liegen lassen zu können.
 
Wie schwer ist ein einzelnes Blatt Papier? Es wiegt fast nichts! Zwei Blätter wiegen auch nicht viel, fünf ebenso wenig. Wann fängt Papier an, etwas zu wiegen? Wahrscheinlich sind 1000 Blätter nicht mehr so leicht. Und irgendwann kann man einen riesigen Stapel Papier allein nicht mehr tragen. Er ist einfach zu schwer.
 
Dabei ist es doch nur Papier! Und angefangen hat es mit nur einem einzigen, unbedeutenden Blatt.
 
„Unbemerkt“ haben sich Blätter Papier dazu „geschlichen“. Ganz unauffällig mit „Das mach ich, wenn ich dazukomme“. Damit häufen sich Dinge an. Harmlos am Anfang, furchtbar in der letztendlichen Konsequenz.
 
Am Ende ist JEDES zusätzliche Blatt zu viel! Man verträgt nichts mehr. Jede Kleinigkeit bringt das Fass zum Überlaufen. Haben Sie schon mal jemand sagen hören: „Es wird mir einfach alles zu viel!“ Das ist ein Alarmsignal! Solche Leute würden sich am liebsten verkriechen, keine Anrufe mehr entgegen nehmen, sie werden immer unfähiger, auch nur irgendetwas zuwege zu bringen, geschweige denn mit jemandem zu kommunizieren.
 
Interessant sind dann die „Lösungen“, auf die manche Menschen kommen. Der eine lässt sich stundenlang massieren, um die Bruderschaft des Universums zu erlangen, Dinge zu „entschleunigen“ (ein Modewort für Ver-antwortungslosigkeit), der andere wirft alles hin, beginnt zu trinken oder lässt sich ins Spital einliefern, wo er vielleicht Pillen verschrieben bekommt, deren tatsächliche Wirkung er nicht einmal kennt usw.
 
Übrigens: die „Neben“-Wirkungen haben interessante Wirkungen zur Folge, welche verharmlosend als „Neben“-Wirkungen dargestellt sind. Lesen Sie einmal nach! Jemand mit gesundem Hausverstand würde das niemals zu sich nehmen. Pillen machen abhängig und langfristig nur noch kranker. Ärzte warnen heute davor: die Mengen an Pillen werden im Leben von solchen „Patienten“ immer mehr. Patienten fühlen sich zwar ruhiger, allerdings sind sie in benebelter Apathie!
 
Das Problem geht dadurch nicht weg, es wird nur die Wahrnehmung des Problems gedämpft. Um das zu erreichen, muss man das Bewusstsein der Person über sein Leben senken. Damit sinkt seine Fähigkeit, das Problem zu sehen - und es zu handhaben. – Die beste Hilfe ist ein guter Freund, der einen zu einem schönen Spaziergang überredet und langsam wieder dazu bringt, die angehäuften Dinge abzuarbeiten.
 
Auf alle Fälle wird bei einem Burnout von Leuten oft alles gemacht, in Kauf genommen und versucht, in der Hoffnung, dass es bald vorbei ist und der Zustand verschwindet.
 
Zerstreuung, Stress, Burnout, wie auch immer: der Anfang war eine Kleinigkeit. Und viele Kleinigkeiten sind dann „plötzlich“ eine „Krankheit“.
 
Die beste Abhilfe bzw. Vorbeugungs-maßnahme gegen Stress und Burnout ist: Lassen Sie Dinge nicht unerledigt liegen! Beantworten Sie Kommunikationen (Anrufe, Mails,…) Nehmen Sie Dinge in Angriff, wenn sie auftauchen! Stürzen Sie sich darauf, Dinge zu erledigen! Machen Sie sich einen Spaß daraus! Und verlangen sie es von Mitarbeitern und Kollegen!
 
Überlegen Sie: wie ist es Ihnen gegangen, nachdem Sie einmal so richtig alles sauber gemacht hatten, der Schreibtisch ist wieder in Schuss… - voller Energie, stimmt´s? Dinge abzuarbeiten BRINGT Energie! Arbeit so gemacht, BRINGT Energie! Arbeit macht nicht fertig. Wenn es das tut, dann läuft etwas fürchterlich verkehrt!
 
Die billigste „Therapie“, um wieder voller Energie zu sein ist daher: arbeiten Sie Stück für Stück - Papier für Papier - Ihren Berg an Arbeit ab! Sie werden überrascht sein, wie viel ZEIT Sie danach haben werden! Das ist die tatsächliche Wirkung! Die einzige „Neben“-Wirkung ist Ihre geistige Gesundheit und körperliche Fitness. Die Wirkung und die Nebenwirkung sind hier dieselbe! (Nicht wie am Beipacktext.) Und beide - Wirkung und Nebenwirkung - machen bzw. erhalten Sie gesund. Es ist Ihr Leben. Leben Sie es!
 
Viel Erfolg! Ihr Business Success Team
 
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